Leidiges Dauerthema: Faschistische Relikte

7. Dezember 2011 | |

Siegesdenkmal Bozen

Die faschistischen Relikte in Südtirol bleiben ein politischer Dauerbrenner. Hatte es im Frühjahr noch so ausgesehen, dass endlich eine Lösung mit der Regierung in Rom gefunden wäre, liefern sich Landesregierung und die Stadtverwaltung in Bozen einen administrativen Kleinkrieg. Für einen Aussenstehenden ist es schon kaum verständlich, warum überhaupt noch faschistische Denkmäler in einen demokratischen Staat unkommentiert herumstehen dürfen, diese schlägt jedoch spätestens dann in Fassungslosigkeit um, wenn demokratische Parteien für deren unveränderten Erhalt einsetzen.

EURAC Bozen

Politisch besonders umkämpft sind das Siegesmal und das Relief mit der Duce-Abbildung an der Finanzbehörde in Bozen. Andere Gebäude aus der faschistischen Ära werden gar nicht mehr als solche wahrgenommen, sie sind bereits zivilisiert. Dazu gehört auch das EURAC, das in seiner Schlichtheit eher an Rationalismus oder Bauhaus erinnert. Schwierig wird es mit anderen Relikten, wie dem Alpini-Denkmal in Meran, dem Kapuziner-Wastl in Bruneck oder den Gebeinhäusern in Burgeis und Innichen.

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